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Mann von einer ſelbſt unter dieſen Verwegenen unbe⸗ kannten Verwegenheit, ſeit einem Jahreè einen ſolchen kühnen Muth verliehen, daß mehr als einmal dieſer Anführer in Begleitung von zehn, zwölf bis fünfzehn Mann Ausflüge auf einer Seite des Gebirges bis zu den Thoren von Malaga, auf der andern bis zu denen von Granada gemacht habe.
Woher kam dieſer Auführer? man wußte es nicht; wer war es? Niemand konnte es ſagen; ſein Familien⸗ name wie ſein Taufname waren unbekannt; es war ihm nicht einmal eingefallen, einen Kriegsnamen anzu⸗ nehmen: man nannte ihn einfach el Salteador, das heißt, den Räuber.
Alle Erzählungen, welche ſich über dieſen geheimniß⸗ vollen Banditen verbreitet hatten, waren, wie man ſieht, nicht ohne Einfluß auf die von Don Inigo genomme⸗ nen Vorſichtsmaßregeln geweſen, und als die kleine Ka⸗ ravane vor den Augen der jungen Zigeunerin er⸗ ſchien, hatte ſie ganz das Ausſehen von Reiſenden, welche einen Angriff befürchten und zur Vertheidigung entſchloſſen ſind.
Man wird ſich vielleicht nun fragen, wie bei den ſchlimmen Gerüchten, welche über die Reiſe durch das Gebirge in Umlauf waren, wie bei der Liebe, die er für ſeine theure Dona Flor hegte, Don Inigo eher dieſe Straße gewählt, als einen Umweg gemacht habe, und warum er ſich, wenn er ſie gewählt, nicht mit einer zahlreicheren Escorte verſehen habe.
Hierauf antworten wir, daß zu zwei der, wo wir ſind, ziemlich nahen Epoche Don Inigo und ſeine Tochter durch daſſelbe Gebirge gezogen waren, ohne daß ſie irgend ein Unfall betroffen hatte; ſodann iſt es ebenfalls eine unbeſtreitbare Wahrheit, daß ſich der Menſch an die Gefahren gewöhnt und dadurch, daß er
oft ſolchen ausgeſetzt geweſen, ſich mit ihnen vertraut macht.


