14
dieſen Orten näherte, die einen ſo ſinſteren, unheim⸗ lichen Anblick boten, beſchränkte ſich der Reiter darauf, daß er unterſuchte, ob ſein Degen immer noch an ſei⸗ ne Seite ſchlug, ob ſeine Piſtolen immer noch am Ha⸗ ken ſeines Sattels hingen; und ſobald er ſich hierüber mit Hülfe einer mehr maſchinenmäßigen, als ängſtli⸗ chen Hand Sicherheit verſchafft hatte, ritt er mit dem⸗ ſelben ruhigen Geſichte durch die ſchlimme Paſſage, el malo sitio, wie man dort ſagt.
Auf dem Culminationspunkte des Weges ange⸗ langt, erhob er ſich abermals auf ſeinen Steigbügeln, um die Venta beſſer zu ſehen; als er ſie ſodann erblickte, gab er beide Sporen ſeinem Pferde, das, als hätte es die Begierde, ſeinem Herrn zu dienen, unermüdlich gemacht, in das Thälchen niedertauchte, der gehorſa⸗ men Barke ähnlich, welche wieder in die Tiefe der Wellen hinabgleitet, nachdem ſie ihren Kamm über⸗ ſtiegen.
Die geringe Aufmerkſamkeit, die der Reiſende der Straße ſchenkte, auf der er hinzog, und das große Verlangen, die Venta zu erreichen, das er zu haben ſchien, brachten wahrſcheinlich zwei Wirkungen hervor.
Die erſte war, daß er ein Dutzend Männer nicht
bemerkte, welche in den Maquis auf beiden Seiten des
Weges in gewiſſen Entfernungen von einander im Hin⸗ terhalte lauerten und mit einer ängſtlichen Sorgfalt die Lunte einer Stutzbüchſe, die bei ihnen und wie ſie auf dem Boden lag, brennend erhielten. Beim Ge⸗ räuſche der Tritte des Pferdes, richteten dieſe unſicht⸗ baren Männer den Kopf auf, ſtützten ſich auf einen Arm und das linke Knie, nahmen mit der rechten Hand die Büchſe und legten maſchinenmäßig den Kolben an ihre Schulter.
Die zweite Wirkung war, daß die im Hinterhalte
—
3
A
—
(0 P= SeSe,Ssͤ
=SSE


