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El Salteador : Mantel- und Degenroman / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Ueber dieſer Thüre ſah man die Büſte eines Man⸗ nes mit dunkelbraunem Geſichte und ſchwarzem Barte gemalt, der einen Turban auf dem Kopfe trug und ein Scepter in der Hand hatte.

Unter dem Gemälde war die Inſchrift eingegraben:

AIL RENY MORO.

Obgleich nichts andeutete, daß dieſer mauriſche König, unter deſſen Anrufung die Herberge blühte, der letzte Fürſt war, der in Granada regiert hatte, war es nichtsdeſtoweniger augenſcheinlich für jeden Menſchen, dem die ſchöne Kunſt der Malerei nicht ganz fremd, daß der Künſtler die Abſicht gehabt hatte, den Sohn von Zoraya, Abu abd Allah, genannt Al Zaquir vor⸗ zuſtellen, aus dem Florian unter dem Namen Boabdil eine von den Hauptperſonen ſeines Gedichtes Gom⸗ ſalva von Cordova gemacht hat.

Dadurch, daß wir uns beeilten, zu verfahren wie die Reiſenden, das heißt unſer Pferd in Galopp zu ſetzen, um in die Herberge zu kommen, haben wir es ver⸗ ſäumt, im Vorbeigehen einen Blick auf eine Perſon zu werfen, welche, mag ſie auch von Anfang in demü⸗ thigen Lebensverhältniſſen zu ſein ſcheinen, darum nicht urinder eine beſondere Beſchreibung verdient.

Allerdings blieb dieſe Perſon zugleich unter dem Schatten einer alten Eiche und in den Krüm⸗ mungen des Terrain verloren.

Es war eine junge weibliche Perſon von ſechszehn bis achtzehn Jahren, welche in gewiſſen Punkten einem mauriſchen Stamme anzugehören ſchien, obſchon ſie in andern das Recht hatte, ihren Platz in der großen eu⸗ ropäiſchen Familie anzuſprechen; wahrſcheinlich eine Kreuzung der zwei Racen, bildete ſie ein Zwiſchenglied, welches durch eine ſeltſame Miſchung mit den glühen⸗ den, zauberhaft verführeriſchen Reizen der Frau des