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ich habe die Tugenden eines Mädchens, einer jungen Frau zu beſingen, welche, wenigſtens wie ich hoffe, bald eine junge Mutter ſein wird. Es iſt die weiße Schwa⸗ nenfeder, was ich brauche, und nicht der eherne Dolch, den Du mir bieteſt!« Die Muſe ließ nicht ab; ſie verfinſterte ihre Stirne immer mehr; ihre Umhüllung ging vom Purpur zum Schwarz über, und heftig von ihrer Hand geſchwungen, pfiff ihre Peitſche wie die von Erinnys. Ohl hätte ich mit dem Gegenſtande wechſeln wollen; hätte ich mich, ſtatt eine ſanfte, zärtliche Elegie zu machen, von dem Arme, der mich antrieb, führen und auf das Feld der Satyre werfen laſſen, um Dor⸗ nen, Diſteln und Neſſeln zu pflücken, ſtatt Kornblumen, Immergrün und Lilien zum Kranze zu flechten; hätte ich, ſtatt die Tugenden von Jeannie zu beſingen, mit Sarkasmen noch beißender als die von Régnier, Boi⸗ leau und Pope, dieſen Intendant gewordenen gemei⸗ nen Lackei, dieſes leichtſinnige Mädchen, das eine hof⸗ färtige Gattin und eine geringſchätzige Freundin ge⸗ worden, verfolgen wollen, oh! ich glaube, dann wür⸗ den ſich mir die Worte, die halben Verſe, die Reime ſogar mit einem ſolchen Ueberfluſſe geboten haben, daß ich nur zu wählen gehabt hätte. Für einfache weiße Verſe, die ich von der ſanften Muſe forderte, waren es gereimte Verſe, Verſe mit gekreuzten Reimen, was mir die entſetzliche Muſe bot. Einen Augenblick war ich auf dem Punkte, mich dem Hauche, der mich an⸗ trieb, zu überlaſſen; einen Augenblick fing ich an zu glauben, ich habe mich bis dahin über mein Genie ge⸗ täuſcht, und mein wahrer Beruf ſei der eines ſatyriſchen Dichters. Dieſe Peitſche, welche in der Hand der Muſe war, die mich inſpirirte, ſchien ganz natürlich in die meinige überzugehen; ihre Riemen verwandelten ſich in giftige Schlangen; ſie pfiff in meinen Händen, und ich hörte freudig und triumphirend die Schmerzensſchreie des Intendanten und ſeiner Frau:„Ah! ah!“ rief ich,„Du bitteſt um Gnade? Nein, es iſt noch nicht
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