gart.
XXVI.
Wie, trotz meines guten Willens, das Hochzeit⸗ gedicht nicht für den andern Tag gemacht werden konnte.
Ich wurde in der That mit Ungeduld in der Kirche erwartet, zwar nicht von dem Todten, doch von ſeiner ganzen Familie.
Nach der gewöhnlichen Einfachheit des proteſtan⸗ tiſchen Ritus, ſprach ich die Todtengebete über dem Sarge; das Grabgeläute ertönte zum letzten Male, und wir verließen den Tempel, um den Hingeſchiedenen zu ſeiner Ruheſtätte zu geleiten.
Als ich am Pfarrhauſe vorbeikam, ſah ich zu mei⸗ ner Freude, daß Herr und Madame Stiff, bereit, in den Wagen zu ſteigen, von meiner Frau Abſchied nahmen.
Die Frau Intendantin winkte mir mit dem Fächer ein Lebewohl zu, das ſie mit einem ſeltſamen Lächeln begleitete.
Herr Stiff aber grüßte Niemand, nicht einmal dieſe vorüberziehende Majeſtät des Todes, welche ſonſt die Stirne der Lebenden, ſo groß ſie ſein möge, entblößt und ihre Kniee beugt.
An der Ecke des Platzes wandte ich den Kopf um; ich ſah den Wagen ſich in Bewegung ſetzen und auf dem Wege nach dem Schloſſe hinfahren.
Mein Herz löſte ſich, und während ich den Leichen⸗ zug anführte, kam ich in Gedanken zu meiner Jeannie zurück.
Der Pfarrer von Aſhbourn. II. 1


