Epilog.
An einem ſchönen Morgen am Anfange des Septembers 1580, das heißt ungefähr zwanzig Jahre nach den von uns ſo eben erzählten Ereigniſſen, war⸗ teten etwa zwanzig von den Edelleuten, die man die Ordinären von König Heinrich III. nannte, und deren ganze Zahl ſich auf fünf und vierzig belief, im großen Hofe des Louvre auf die Stunde, wo der König ſie im Vorbeigehen mitnehmen würde, damit ſie mit ihm, ſie mochten wollen oder nicht, ihre An⸗ dacht verrichten; denn es war eine von den Ma⸗ nieen von König Heinrich III., ſich nicht nur mit der Sorge für ſeine Seele, ſondern auch mit der Sorge für die der Andern zu beſchäftigen, und wie König Ludwig XIV. fünfzig Jahre ſpäter zu ſeinen Günſt⸗ lingen ſagen ſollte:„Kommt und langweilt Euch mit mir,“ ſo ſagte Heinrich III. zu ſeinen Mignons: „Kommt und rettet Euch mit mir.“
Das Leben, das die Ordinären oder die Fünf und Vierzig*) Seiner Majeſtät führten,— man
*) Man ſehe den auch im Belletriſtiſchen Auslande erſchienenen Roman von Alexandre Dumas: Die Fünf und Vierzig, eine Fortſetzung der Dame von Monſoreau.
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