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bedenkliches Vergeſſen der Ermahnung, die ihm ſein Vater auf dem Sterbebette gegeben, es möge ſein erſter Grundſatz ſein, das Haus Guiſe nicht zu hoch zu erheben; doch die Lage war eine extreme, und dieſer weiſe Rath wurde vernachläſſigt.
Am folgenden Tage, am 29. September, ging der Herzog nach Compiègne ab, und an demſelben Tage begann er die Ausübung der ihm übertragenen Charge dadurch, daß er die wie durch ein Wunder im verſchanzten Lager verſammelten Truppen muſterte.
Am 10. Auguſt Abends waren vielleicht im gan⸗ zen Königreiche,— die Garniſon der Städte mit⸗ begriffen,— nicht mehr zehntauſend waffenfähige Mann übrig; und dabei waren dieſe zehntauſend Mann noch ſo entmuthigt, daß, diejenigen, welche im Felde ſtanden, zu fliehen, diejenigen, welche die Städte beſetzt hielten, ihre Thore zu öffnen bereit;— am 30. September hielt der Herzog von Guiſe Mu⸗ ſterung über eine Armee von ungefähr fünfzigtauſend Mann, das heißt um ein Drittel ſtärker, als es die Armee des Königs von Spanien ſeit ſeinem Bruche mit den Engländern und ſeiner Trennung von den Deutſchen war. Dieſe Armee war ſchön, voll Be⸗ geiſterung, und verlangte mit lauter Stimme gegen den Feind zu marſchiren.
Ein glückliches Land, das Land, wo man nur mit dem Fuße, im Namen der Monarchie oder im Namen der Nation, auf den Boden zu ſtampfen braucht, um Heere daraus hervorſpringen zu machen.
Am 26. October endlich erfuhr man, König Philipp habe, den Feldzug als beendigt betrachtend, gefolgt vom Herzog von Savoyen und dem ganzen


