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Tage nachher lehnten ſich auch die Deutſchen auf, verletzt dadurch, daß Emanuel Philibert und Philipp II. ſich allein das Löſegeld der Gefangenen von Saint⸗ Quentin zu Nutze gemacht. In Folge dieſes Strei⸗ tes deſertirten dreitauſend Deutſche von der ſpaniſchen Armee und gingen, unmittelbar vom Herzog von Nevers angeworben, vom Dienſte des Königs von Spanien in den des Königs von Frankreich über.
Der Sammelplatz aller dieſer Truppen war die Stadt Compiègne; der Herzog von Nevers ließ die Stadt mit außerordentlicher Sorgfalt befeſtigen und unter ihren Kanonen ein ſo geräumiges Lager ab⸗ ſtechen, daß es hunderttauſend Mann faſſen konnte.
In den letzten Tagen des Monats September verbreitete ſich plötzlich das Gerücht in Paris, der Herzog Franz von Guiſe ſei mit Poſt von Italien angekommen.
Eine prächtige Cavalcade, angeführt vom Herzog ſelbſt, der den Herrn Cardinal von Lothringen zu ſeiner Rechten, Herrn von Nemours zu ſeiner Linken und zweihundert Edelleute in ſeinen Farben hinter ſich hatte, kam am andern Tage aus dem Hotel Guiſe hervor, zog über die Boulevards, kehrte über die Quais und am Stadthauſe vorbei zurück, und erregte die Begeiſterung der Pariſer, welche glaubten, ſie haben nichts mehr zu befürchten, da ihr vielge⸗ liebter Herzog wieder da ſei.
An demſelben Abend proclamirte man bei Trom⸗ petenſchall auf allen Kreuzwegen von Paris, der
Herr Herzog Franz von Guiſe ſei zum General⸗
Statthalter des Königreichs ernannt worden. Vielleicht war dies von König Heinrich II. ein


