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ein Mann der Kirche, und nicht als Soldat geant⸗ wortet. 3
Der Cardinal Granvella hat uns, in der Samm⸗ lung ſeiner Staatspapiere, dieſen Brief aufbewahrt, der von ſo großem Gewichte in den Geſchicken Frank⸗ reichs war.
Wir beſchränken uns darauf, daß wir folgende Stelle daraus ausziehen, und dieſe Stelle war es, welche Philipp II. mit ſo tiefer Aufmerkſamkeit las, als Don Luis de Vargas eintrat..
„Es wäre nicht klug, etwas gegen die Franzoſen während des übrigen Jahres zu verſuchen, da ſich die Jahreszeit ſowohl, als die Natur des Landes dieſem widerſetzen: es hieße die ſchon erlangten Vor⸗ theile und den Ruf der ſpaniſchen Waffen gefährden. Das Beſte wäre, den Feind dadurch zu beunruhigen, daß man ſein Gebiet jenſeits der Somme einäſchern und verwüſten würde.“
Es war alſo der Rath des Biſchofs von Arras, daß, trotz des doppelten Sieges der St. Laurent⸗ Schlacht und der Einnahme von Saint⸗Quentin der König von Spanien nicht weiter im Herzen Spaniens vordringe.
Wenn auch dunkler in den Augen der Andern, war darum der Rath des Herzogs von Alba nicht minder klar in den Augen von Philipp II.
„Sire, erinnert Euch des Tarquinius, wie er mit ſeinem Stabe die höchſten Mohnköpfe ſeines Gartens abſchlägt.“
Dies war der Rath des Miniſter⸗Feldherrn, deſſen finſterer Geiſt ſo gut mit dem entſetzlichen Tempera⸗ mente des Nachfolgers von Karl V. harmonirte, daß


