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welchen Anblick die Stadt bot, ſo werden wir mit derſelben Genauigkeit ſagen, welchen Anblick das Lager bot.
Alles war hier ſeit dem Morgen ungefähr wie⸗ der in die Ordnung zurückgekehrt. Jeder zählte ſeine Gefangenen, beſichtigte ſeine Beute, machte ſein In⸗ ventar, und lachte über das, was er gewonnen, oder weinte über das, was er verloren hatte.
Um elf Uhr Morgens ſollte Rath unter dem Zelte des Königs von Spanien gehalten werden.
Dieſes Zelt ſtand am äußerſten Ende des La⸗ gers; wir haben erklärt, warum: die Muſik der fran⸗ zöſiſchen Kanonenkugeln war, wie er ſelbſt geſtanden, den Ohren von Philipp II. beſonders unangenehm.
Fangen wir bei der Spitze an und ſehen wir, was unter dieſem Zelte vorging.
Der König hielt entſiegelt einen Brief in der Hand, den, ganz beſtaubt, ein auf einer ſteinernen Bank vor der Thüre des königlichen Zeltes ſitzender Bote gebracht hatte; ein Diener des Königs von Spanien ſchenkte dem Boten in ein Wirthshausglas einen goldenen Wein ein, deſſen Farbe den ſüdlichen Urſprung verrieth.
Dieſer Brief, der mit einem großen Siegel von rothem Wachſe, ein Wappen mit einer Mitra dar⸗ über und einem Kreuze auf jeder Seite vorſtellend, verſehen war, ſchien den Geiſt von Philipp II. ſelt⸗ ſam in Anſpruch zu nehmen.
In dem Augenblicke, wo er das wichtige Send⸗ ſchreiben zum dritten oder vierten Male wiederge⸗ leſen hatte, machte der Galopp eines plötzlich vor den Thüren ſeines Zeltes anhaltenden Pferdes, daß


