Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
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Der Connetable biß auf ſeinen weißen Schnurr⸗ bart: der ſchlaue Geiſt ſeines Gegners hatte ihn ge⸗ rade das Gegentheil von dem, was er ſagen wollte, geſtehen laſſen.

Uebrigens hatte der Cardinal kaum zu ſprechen und der Connetable auf ſeinen Schnurrbart zu beißen aufgehört, als der Klang einer Trompete, welche eine ſeltſame Melodie im Hofe des Schloſſes Saint⸗ Germain ertönen ließ, hörbar wurde.

Ah! ah! ſagte der König,wer iſt der ſchlechte Spaßmacher von einem Pagen, der mir die Ohren mit einer engliſchen Melodie zerreißt? Erkundigt Euch doch, Herr von Aubeſpine, und das Bürſchchen bekomme einen guten Schilling für dieſe Heiterkeit.

Herr von Aubeſpine ging hinaus, um die Be⸗ fehle des Königs zu vollziehen.

Nach fünf Minuten kam er zurück und meldete:

Sire, es iſt weder ein Page, noch ein Stall⸗ meiſter, noch ein Piqueur, der die fragliche Melodie geblaſen hat; es iſt ein ächter engliſcher Trompeter, der einen Herold begleitet, welchen Euch Eure Cou⸗ ſine die Königin Maria ſchickt.

Herr von Aubeſpine hatte kaum dieſe Worte

vollendet, als eine andere Melodie hörbar wurde und man ein ſpaniſches Blaſen erkannte.

Ah! ah! ſagte der König,nach der Frau der Mann, wie es ſcheint!

Dann ſprach er mit jener Majeſtät, welche im gegebenen Falle alle dieſe alten Könige von Frank⸗ reich ſo gut in ſich ſelbſt zu ſchöpfen wußten:

Meine Herren, in den Thronſaal! Benachrichtet Eure Officiere; ich will den Hof in Kenntniß ſetzen.