Teil eines Werkes 
6.-10. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ine

burg ſelbſt durch die Vermittelung ſeines Haushof⸗ meiſters gemacht hatte, welcher mit tauſend Thalern baar und dem Verſprechen einer Penſion von ähn⸗ lichem Betrage drei Soldaten der Garniſon Metz be⸗ ſtach, welche ihm die Stadt in die Hände liefern ſollten.

Die mein Bruder ſo glorreich vertheidigt hat, ſagte der Cardinal;wir haben von dieſem Verſuche gehört, welcher, wie der Eures Neffen des Admirals, glücklicher Weiſe geſcheitert iſt. Doch das iſt nur eine Entſchuldigung, und Ihr habt uns zehn verſpro⸗ chen, Herr Connetable.

Ohl wartet... Wißt Ihr noch nicht, Herr Cardinal, daß derſelbe Graf von Mégue einen pro⸗ vençaliſchen Soldaten der Garniſon von Marienbourg

verführt hatte, der ſich gegen eine große Summe,

die er bekommen, anheiſchig gemacht, alle Brunnen

des Platzes zu vergiften, und daß das Unternehmen

nur fehlgeſchlagen hat, weil der Graf befürchtete, ein einziger Menſch genüge nicht für die ganze Arbeit, und, als er ſich an Andere wandte, die Andern den Anſchlag entdeckten? Alle Teufel! Ihr werdet mir nicht ſagen, die Sache ſei falſch, da der Soldat ge⸗ rädert worden iſt.

Das wäre nicht gerade ein Grund für mich, um überzeugt zu ſein: Ihr habt in Eurem Leben nicht wenig Leute henken und rädern laſſen, die ich für ſo unſchuldig und eben ſo ſehr für Märtyrer halte, als diejenigen, welche in ihrem Circus die heidniſchen Kaiſer, die man Nero, Commodus und Domitian nennt, ſterben ließen.

Alle Teufel! Herr Cardinal, werdet Ihr zu⸗

Dumas, der Page, II. 2