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unverletzlich ſein muß, und daß Frankreich nie von dieſer Treue abgewichen iſt— nicht einmal gegen die Türken und die Saracenen?“
„Wenn es ſo iſt,“ fragte der Cardinal,„warum hat aber dann Euer Neffe, Herr von Chatillon, ſtatt ſich ruhig in ſeinem Gouvernement Picardie zu ver⸗ halten, auf Douay einen Ueberrumpelungsverſuch gewagt, der ihm geglückt wäre ohne ein altes Weib, das zufällig an dem Orte, wo man die Leitern an⸗ legte, vorüberkam und die Schildwachen aufmerkſam machte?“
„Warum mein Neffe dies gethan hat?“ rief der Connetable, der in die Falle ging,„ich will es Euch ſagen.“ „Hören wir,“ ſprach der Cardinal:
Und er wandte ſich an den König und fügte eine Abſicht bezeichnend bei:
„Höret, Sire.“
„Ohl Seine Majeſtät weiß es ſo gut als ich... alle Teufel!“ verſetzte der Connetable,„denn erfah⸗ ret, Herr Cardinal, obſchon er ganz mit ſeinen Lieb⸗ ſchaften beſchäftigt ſcheint, laſſen wir den König doch nicht unwiſſend über die Staatsangelegenheiten.“
„Wir hören, Herr Connetable!“ ſprach kalt der Cardinal.„Ihr ſeid daran, uns zu ſagen, welche Urſache das Unternehmen des Herrn Admirals auf Douay habe motiviren können.“
„Die Urſachen! ich werde Euch zehn nennen und nicht eine, alle Teufel!“
„Nennt ſie, Herr Connetable.“
„Einmal,“ erwiederte dieſer,„der Verſuch, den
der Herr Graf von Mégue, Gouverneur des Luxem⸗
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