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wegs, ſo lautet unſer Gutachten, werde dem einzelnen Mitgliede von Rose et croix der Eintritt in die alten Mutterlogen erſchwert, wie es denn auch billig und Uſus ſei, daß wir unſererſeits als Gaſt in jenem Verein willkommen. Allein die Chancen eines neuen Glau⸗ bensbekenntniſſes, das nur erſt im ſiebenten, noch von Niemand er⸗ reichten Grade klar werden ſoll, können wir nimmermehr auf uns nehmen. Den Johannesgrad und die ſchottiſchen höheren Maurer⸗ grade haben von uns doch Einige, und dieſe einige Wenige er⸗ meſſen und wiſſen, wie viel oder wie wenig dahinterſteckt. Allein vom ſiebenten Roſenkreuzergrade mit ſeiner Lebenstinktur, ſeinem aurum potabile, weiß kein Menſchenkind was Genaues, vernünftig Wahres. Daß bei gegenwärtiger Erſchlaffung des Freimaurerweſens unter verſtändigen Köpfen der Wunſch entſtand, eine thätige, nich blos eine mitleidig paſſiv humane Loge zu ſtiften, iſt gar ſehr be⸗ greiflich. Wollt Ihr das Logenweſen umgeſtalten, ſo räumt im Ce⸗ remoniell auf, düftelt nicht neue Myſterien, heckt nicht neue Alfanze⸗ reien aus! Das führt zu neuem Pfaffenkram! Ihr ſagt zwar, reiner Deismus bleibe bei Euch in Religionsſachen das Grundprinzip. Meine Herren, entweder iſt dem ſo, und dann brauchen wir keine neue Loge; oder dem iſt nicht ſo, und dann ſteckt Falſchheit und Lüge dahinter! Man ſagt uns, die Roſenkreuzer hätten in Oeſterreich auf der Seite der Proteſtanten geſtanden, gleichwohl in England die Partei des katholiſchen Stuart genommen. Meine werthen Herren, hier iſt keine Maurerei mehr, hier ſind Katzenbuckelſchliche, und in der That, ich wittere ſchon längſt in alledem den heiligen Jeſuwider, den alten Lügengeiſt und Ränkeſchmied. Iſt der große Roſierucius was Anderes? Heraus mit ihm! Er trete vor, wir wollen ihn anhören, examiniren, probiren, prüfen bis auf Herz und Nieren. Iſt er mehr als ein Gaukler, Heuchler und Charlatan? Heraus mit ihm, ſag' ich! Die Maurerei laſſen wir uns nicht zum Deckmantel von allerlei Intriguen machen! Baſta! Sela!“
Auf die athemloſe Stille, mit der man dieſer Rede gefolgt war, brach jetzt ein wilder Tumult in der Verſammlung aus.„Beleidi⸗ gung! Beſchimpfung!“ wurde hörbar aus dem Gewühl der Bewegung. „Erlaucht iſt zu weit gegangen, Erlaucht muß Rechenſchaft ablegen!“ hieß es dazwiſchen.
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