Teil eines Werkes 
2 (1855) [Xaver Dubois]
Entstehung
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ſo wie er die Propaganda verſtand und auffaßte, damit um, die abgefallenen Secten des Chriſtenthums wieder für die Mutterkirche zu gewinnen, aber die Mutterkirche theilnehmen zu laſſen an all' dem Gewinn, den jene Secten nach ihrer Läuterung und nach der Auf⸗ hebung ihrer iſolirten Verirrungen ihr zuführen müßten. Er glaubte an eine Verbrüderung aller chriſtlichen Schulen und Kirchen, an eine Loge freier Köpfe, die in und mit der Freiheit des Gedankens der alten Kirche in neuer Form die Herrſchaft über die Welt wieder ſichern würden. Er hielt das nicht blos für möglich, ſondern für nothwen dig, falls die Kirche noch ihr Vorrecht, die Menſchheit zu leiten, behaupten wolle. Er verſprach mich einzuweihen in die bisher noch geheime Genoſſenſchaft jener Edeln, die ſich in verſchiedenen Klubbs, bald als Prieſter der katholiſchen Reform, bald als Sodalen der Auf⸗ klärung und als Menſchenfreunde über alle Länder der gebildeten Welt ſchon verbreitet. Er verhieß mir, mich theilnehmen zu laſſen an dieſen Planen, ſobald ich dafür reif, und nachdem ich zuvor Prieſter geworden. Ich habe den werthen Mann keiner Sophiſtik zu zeihen, wenigſtens keiner bewußten und bezweckten Fälſchung und Täuſchung über Mittel und Zwecke in ſeinen Abſichten. Auch iſt ja die katholiſche Kirche nie gewillt und geſtändig geweſen, das Heil der fortſchreitenden Menſchheit aus der Hand zu geben; es hat ihr nur an den Organen und an dem Muthe gefehlt, die Befreiung der Völker vom Joch des Aberglaubens für ihr Werk zu erklären und dies ihr Werk ſelber zu leiten! Die freie Forſchung hat die alte Kirche nie verboten, aber ſie erlaubt ſie nur dem Prieſter, ſo lange die große Menge vor den Verirrungen der zweifelnden Vernunft bewahrt bleiben muß. Nicht Alles für Alle! iſt einer von den Grund⸗ ſätzen der Geſellſchaft Jeſu.

Euſebio war nicht blos freien und klugen Verſtandes, er war auch mild und gütig von Herzen. Er hatte unerbittlich feſt ein Ziel vor Augen: die Herrſchaft des Geiſtes über die Sinne und die Körperwelt, die Herrſchaft der Kirche über die Fürſten und Völker. Aber er hatte nichts vom Dominicaner in ſich: von Torquemada, jenem Beichtvater und Henker ohne Gleichen, datirte er den Ruin der alten Kirche. In der klugen und humanen Gewinnung der Verirrten ſuchte er zugleich das verlorene Heil der allgemeinen Kirche wieder

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