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wir auf ſeine Koſten und auf allzu ſichere Rechnung der Vergebung
ſündigen, als daß wir in Sack und Aſche ewig Leid tragen. Neben
Sinai und Golgatha gab es noch immer einen dritten Hochpunkt für die Menſchen, an deſſen Fuß ſie ſich anſiedeln mußten. Die Eiferer nannten dieſen dritten Hochpunkt den heidniſchen Olymp. Alle Cultur der Sinne wie des Geiſtes arbeitete dem Gipfel dieſes Berges zu; das Menſchengeſchlecht fand darin eine freithätige Entwickelung ſeiner Kräfte, das Bewußtſein eines ſelbſtverdienten Lohnes. Was in Wiſſen⸗ ſchaft und Kunſt erzielt wurde, ſtrebte dieſem Gipfel nach. Ich fühlte damals nur dunkel den für mich ungelöſten Widerſpruch zwiſchen den Forderungen der Religion und dem Menſchenleben. Ich ließ mit mir thun, was man wollte.
Zur Feierlichkeit meiner Einſegnung traf der alte Philemon in Belle Promeſſe bei uns ein. Er hatte ſich's nicht verſagen können; er wäre, ſagte er, auch ohne meine Einladung gekommen. Mir war es ein Act beſonderer Rührung, mit meinem erſten Informator in Gottes Dingen an den Altar zu treten. Philemon war um Vieles noch älter geworden. Die gute Baucis hatte das Zeitliche geſegnet; ſeit⸗ dem war dem Pfarrer das Jagdhaus doch zu einſam geworden, auch die alte Magd hatte ihn verlaſſen und Knecht Jacob, der erſte Freund meines jungen Lebens, hatte abermals drüben beim Würzburger Biſchof in einem Kloſterhofe bei all' ſeinem proteſtantiſchen Chriſtenthum die gute katholiſche Koſt wieder vorgezogen. Der Pfarrer war dann in's nächſte Dorf gezogen, wo man ihm eine bequeme Hütte bereitete. Er nannte es jetzt ſeinen muthmaßlich letzten guten Tag, wo es ihm vergönnt ſei, mich in Perſon zum Tiſche des Herrn zu führen. Groß⸗ vater Erlaucht nahm den kirchlichen Act beſonders feierlich. Er genoß mit uns das heilige Abendmahl und richtete, wie die Männer Gottes nachträglich in der Sacriſtei mir glückwünſchend die Hände drückten, noch beſondere Worte der väterlichen Mahnung an mich. Ich ſei mit dieſer Handlung, ſo ſagte er, ein richtiger evangeliſcher Chriſt; er hoffe, ich werde als ſolcher treu und taetfeſt gegen alle Verſuchung zum Götzendienſt jedweder Art geſichert und geſtählt ſein. Darauf mufte ich ihm den Handſchlag geben. Wie er beide Hände auf meine Schulter legte, ſich zu mir bückte und ſeine Lippen auf meine Stirne drückte, rollte mir eine Thräne— mehr noch der Erſchütterung als der


