Teil eines Werkes 
1 (1855) [Großvater Erlaucht]
Entstehung
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von einem Juden, dem man in Polen unter dem Vorwande, er ſei Jude, ein wichtiges Geſchäft verwehrte. Nach langem Wortwechſel zieht der Mann aus ſeiner Schreibtafel das Zeugniß hervor, daß er bereits vor zehn Jahren getauft ſei, aber die Dispenſation habe, es heimlich zu halten und nach wie vor öffentlich als Jude zu leben. Wenn das mit Juden geſchieht; warum ſoll man nicht evangeliſche Chriſten dispenſiren?

Kaver ſaß lauſchend da; alle ſeine Fibern waren geſpannt. Als der Reichsgraf ſchwieg, ſagte er Athem ſchöpfend:Erlaucht haben ſehr tiefe Blicke in die Umtriebe des Zeitalters gethan. Deutſchland ſcheint recht eigentlich der Schauplatz ſolcher theoſophiſchen und phi⸗ lanthropiſchen Selbſttäuſchungen und Intriguen zu ſein; man erzählte ſich in Frankreich von den Martiniſten, jener Secte, die dort und am Rhein in den Hauptſtädten zweier geiſtlichen Kurfürſtenthümer Pro⸗ paganda machte.

Der Großvater wiegte ſtill ſein Haupt. Dann ſagte er:Wie ich mich in einer Epoche jugendlicher Thorheit mit alchymiſtiſchen Verſuchen abgab, da war mein kleiner Hof alsbald von Kundſchaftern der Congregation de propaganda fide umlauert. Ich empfing Noten aus der geheimen Kanzlei des weiland Monſignore Rezzonico aus Rom, die zunächſt nur an meinen Studien anknüpften, allmählig aber tiefer gingen und den Mantel der Alleinſeligmachenden zum Schutz für alle Forſchung, für alle Zweifel anboten.

Rezzonico, der verſtorbene Papſt? fragte Dubois aufhorchend.

Der Reichsgraf wiederholte den Namen des Mannes, der ehe⸗ dem in Rom an der Spitze der Propaganda ſtand.

Signora Carlotta iſt eine Nichte deſſelben, ſagte Kaver.

Die wälſche Dame, das alte Jeruſalem? entgegnete der Großvater.

Mütterlicherſeits iſt ſie jüdiſcher Herkunft, fügte Dubois hinzu.

Vielleicht, meinte der Reichsgraf,iſt dieſer ſogenannte Graf auch orientaliſcher Extraction, was? Wo iſt er denn eigentlich her?

Er nennt ſich nach dem Dorfe Germano in Piemont, ent⸗ gegnete Kaver.Andere halten ihn für einen portugieſiſchen Juden, der in Rom übergetreten. Er iſt ein Menſch von ungewöhnlichen

Gaben, bewundernswerthen Talenten. Sein Wiſſen iſt eben ſo groß, D. B. V. Kühne, Die Freimaurer. 12