206 alle Hände voll zu thun. Da gab es eine Maſſe Putz⸗ machergeſchäfte zu beſorgen, und der alte Humby beſtand darauf, dabei behülflich zu ſein. Eines Tages ging er mit ſeiner Frau und ſeinen beiden Töchtern zu Madame Tulle in Conduit⸗Street und forderte mich auf, ſie zu begleiten, was mir Anfangs ſehr unlieb war; denn er betrug ſich gräßlich und machte einen fürchterlichen Lärm. Wir be⸗ fanden uns in einem Zimmer, das, zu einer langen Reihe von Parterregemächern gehörend, von Crinolinen, Spitzen⸗ mänteln und dergleichen Dingen voll geſtopft und eben ſehr beſucht war. Ich war bemüht, ihn in Ruhe und Ordnung zu halten; denn er ließ allerlei plumpe Späße los, wie alt⸗ modiſche Herren vom Lande ſie lieben. Alle Anweſenden ergötzten ſich ſehr über ihn und wüßten ſeine Luſtigkeit gebührend zu ſchätzen, nur ſeine Frau und Töchter nicht, welche der Spaß verdroß. Deshalb verſuchte ich, ihn zur Ruhe zu bringen, als ein großer, ſchlanker, brauner, ſchöner junger Mann zu mir herankam und ſagte:
„Ich bitte tauſendmal um Vergebung, aber iſt nicht Ihr Name Marſton?“
Ich ſagte„Ja.“
„Sie ſind ein Vetter von John Marſton, nicht wahr? — von John Marſton, den ich in Caſterton kennen lernte?“
Ich ſagte, ja, jener John Marſton ſei allerdings mein Vetter.
„Sie erinnern ſich meiner nicht! Ich traf Sie einmal beim alten Kapitän Archer zu Laſhbrook. Meine Frau iſt hier, um ſich ihren Flitterſtaat für Charles Ravenshoe's Hochzeit einzukaufen. Er heirathet meine Couſine. Ich


