202
ich unterſchrieb einige fünfzig Documente. Doch unter⸗ zeichnete ich zwei, die mir großes Vergnügen bereiteten.
Das erſte war eine Verpflichtung, William Ravenshoe eine jährliche Rente von zweitauſend Pfund Sterling zu zahlen; das zweite eine ähnliche Urkunde, welche Miß Ra⸗ venshoe eine jährliche Einnahme von fünfhundert Pfund ſicherte. Damit aber genug von all' dieſen kleinlichen Geldangelegenheiten.
Die Damen waren ſämmtlich nach der Hauptſtadt abgereiſt, um ihre Vorbereitungen für die Ceremonie zu treffen. Im Herrenhauſe zu Ravenshoe herrſchte zum letzten Male eine Junggeſellenwirthſchaft. Es war ſehr heiß. Charles Ravenshoe, General Mainwaring und die Uebrigen ſtanden Alle vor den Fenſtern im Eßzimmer und ſchauten auf die funkelnde See hinaus, als wir zu unſerm Erſtaunen zwei Perſonen die Rampe heraufreiten und vor der Thür halten ſahen.
Ein ſtattlich ausſehender alter Herr in einem blauen Rocke mit blanken Knöpfen, Kniehoſen und Gamaſchen, auf einem ſchönen Reitpferde, und ein hübſcher Jüngling von ſechszehn Jahren auf einem Pony. Ich wußte ſehr gut, wer ſie waren, und ſagte:„O!“ Aber die Andern waren von Verwunderung erfüllt. William hätte es auch ge⸗ wußt, wenn er gerade in dem Augenblicke aus dem Fenſter geſchaut hätte; aber bis er an demſelben anlangte, waren die Beiden bereits abgeſtiegen und einige von Charles' Leuten führten die Pferde auf der Terraſſe auf und ab.
„Wer, in aller Welt, iſt dies nur?“ ſagte Charles. „Sie kommen nicht weit her; aber ich kenne ſie nicht. Und doch iſt mir wieder, als ob ich den alten Herrn
ſ
in
ib un


