gegnet. Das that ſie nicht. Sie ſchlug blos ihre großen Augen voll kluger Neugierde zu ihm auf.
Er zog einen Stuhl ganz dicht zu ihr heran und ſagte:
„Ich bin im Begriffe, Dein Haar, trotz der Bandoline, hoch zu Berge zu treiben, Adelaide.“
„Das glaube ich nicht“, ſagte ſie, ſah aber nichts deſto⸗ weniger erſchrocken aus.
„Doch. Was meinſt Du zu Dem da?“
„Zu Dem da? Ich meine, es iſt die Times. Steht Etwas darin?“
„Lies“, ſagte er, und deutete auf die Todtenliſte.
„Ertrunken beim Baden Cuthbert Ravenshoe auf Ravenshoe⸗ Hall. Im Glauben, für den ſeine Ahnen bluteten und ſtarben.—
„Der arme Junge!“ ſagte ſie ruhig. Alſo er iſt todt, und Bruder William, der Reitknecht, regiert an ſeiner Stelle. Das iſt ein Bischen Unſinn von Prieſtererfindung, was da über ihr Bluten und Sterben für den Glauben geſagt wird. Ich habe nie gehört, daß einer von ihnen ſo Etwas gethan hätte. Und iſt nicht auch ein Verſtoß gegen die Grammatik darin?“
„Das kann ich nicht ſagen“, erwiderte Lord Ascot. „Ich war in Eton und hatte nicht die Gelegenheit wie Du, die engliſche Grammatik zu lernen. Haſt Du je verſucht, gerade über das Blatt hinüber von einer Spalte in die andere zu leſen und zu ſehen, welch drolliger Unſinn dabei zu Tage kommt?“
„Nein. Ich kann mir aber wol denken, daß es ſpaßig ſein muß.“
„Verſuche es einmal.“


