Teil eines Werkes 
3. Bd. (1863)
Entstehung
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allein er bezwang ſich dennoch. Seine Lage war ſehr un⸗ behaglich. Er wußte nicht, in welchem Hauſe er war,— nur ſoviel wußte er, daß er ſich in einem Stadttheile be⸗ fand, wo es nicht wenig höchſt ſonderbare Häuſer gab. Er beſchloß, ſich weiter zu taſten, bis er Licht fände.

Er tappte aus dem Zimmer heraus und über einen Gang. Tiefſte Dunkelheit, vollkommene Stille. Plötzlich glühte ein trübes rothes Licht vor ſeinen Augen und er⸗ ſchreckte ihn. Es war das Küchenfeuer. Ein Heimchen wäre ihm angenehme Geſellſchaft geweſen; aber es war keines zu hören.

Vorſichtig ſchritt er weiter. Bald zeigte ihm das ge⸗ ſpenſtiſche Viereck eines matten grauen Lichtes zu ſeiner Linken ein langes ſchmales Fenſter. Es war mit Eiſen⸗ ſtäben vergittert. Eben dachte er, wie merkwürdig dies wäre, als er einen lauten Fluch ausſtieß und polternd nie⸗ derſtürzte. Er war über die Stufe einer Treppe geſtolpert.

Er hatte Lärm genug gemacht, um die Siebenſchläfer aufzuwecken; indeß ſchienen dieſe Herren nicht in der Nähe zu ſein, oder gaben wenigſtens durch nichts zu erkennen, daß ſie erwacht waren. Todesſtille. Er ſetzte ſich auf die unterſte Stufe und rieb ſeine Schienbeine, und trotz ſeinem ſtarken Argwohne, daß er in eine Klemme gerathen war, konnte er nicht umhin, über die Wunderlichkeit ſeiner Lage zu lachen.

„Ob es wol der Mühe lohnte“, ſprach er bei ſich ſelber,„zur Küche zurückzugehen und das Schüreiſen zu holen? Vielleicht nicht. Es würde ſo verwünſcht unge⸗ ſchickt ſein, wenn man im Finſtern mit einem Schüreiſen in der Hand ertappt würde. Man würde ſagen, ich hätte