Erſtes Rapitel.
Es gab eine Zeit, eine Zeit, die wir ſelbſt geſehen haben, wo Lord Welter ein fröhlicher, drolliger, leichtherziger Knabe war. Ein Knabe, an dem man nichts wahrhaft Böſes ent⸗ decken zu können glaubte. Wer weiß, ob er nicht ein acht⸗ bares Mitglied der menſchlichen Geſellſchaft hätte werden können? Aber um ihm gerecht zu ſein, von ſeiner früheſten Kindheit an hatte er alle Chancen gegen ſich gehabt. Er hatte nie kennen lernen, was eine Mutter, nie, was eine Schweſter iſt. Seine erſten Geſpielen waren Reitknechte und Jägerburſchen, und ſeinen Religionsunterricht er⸗ hielt er in der Regel von ſeiner Großmutter. Auf deren altmodiſche Sonntagsmorgenbetrachtungen und Litanei⸗ recitationen aber, die mit ſolcher Strenge vorgenommen wurden, daß er den Sonntag vo allen Tagen der Woche am Meiſten fürchtete, pflegten am Nachmittage dann Hah⸗ nenkämpfe und dergleichen Unterhaltungen in der Geſell⸗ ſchaft ſeines Vaters und mit den Stalljungen zu folgen. Wie Lord Saltire in einem früheren Theile unſerer Er⸗ zählung einmal bemerkte:„Ranford war wos die jungen
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Kingsley, Ravenshoe. III.


