Dickens Meiſterſtücken dieſer Art, an eine Scene im „Alten Raritätenladen“,— wo eine Dame, die bei einem Rennen ganz allein in ihrem Wagen ſaß, der armen Nell ihre Blumen abkaufte und ihr gebot, nach Hauſe zu gehen und um Gottes willen daſelbſt zu bleiben.
Ihr Rücken war ihm zugewandt, natürlich; doch er⸗ rieth er, daß ſie ſchön ſein mußte.„Sie iſt eine„flotte“ Frau, Gott helf' ihr“, ſagte er, und er beſchloß, ſie zu ſehen.
Er ſchlenderte an dem Wagen vorüber und wandte ſich dann, um ſie zu betrachten. Es war Adelaide.
So makellos ſchön, wie immer, aber, o, wie verändert! Der bezaubernde Muthwille, der ſonſt ſo hinreißend ge⸗ weſen, war nun für immer aus dieſem Geſichte verſchwun⸗ den. Hart, ſtreng, ſtolz und trotzig ſaß ſie da, allein. Aus der Geſellſchaft aller Frauen ihres eigenen Ranges ausgeſtoßen, wußte ſie— wer wohl beſſer?— daß kein einziger von dieſen an ihrem Wagen ſchnatternden Män⸗ nern ſie in der Geſellſchaft ſeiner Schweſter geduldet haben würde, obgleich ſie eine Vicomteſſe war und Gräfin und Mutter von Grafen werden würde. Sie lachten und lungerten und ſcherzten vor ihr, und ſie duldete ſie und ſchleuderte da und dort bitter und verachtungsvoll ihre Sticheleien unter ſie. Es war ihr erſtes Erſcheinen in der Welt. Sie war ſeit drei Tagen verheirathet. Nicht eine Frau würde mit ihr ſprechen. Lord Welter hatte ihr das am ſelbigen Morgen mit der ihm eigenen Roheit ſelbſt geſagt, und Bitterkeit und Haß waren in ihrem Herzen. Dafür alſo hatte ſie ihre Ehre und ihren guten Namen in die Schanze geſchlagen! Sie hatte einen Titel


