Teil eines Werkes 
2. Bd. (1863)
Entstehung
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der Herr ſegne Ihre Augen, die Burſchen werden die Ketten eingehakt haben, eh' das Boot drin iſt. Härmen Sie ſich nicht, Liebchen, härmen Sie ſich nicht!“

Nichtsdeſtoweniger aber ſaß ſie allein und härmte ſich doch, und als ſie den braunen Bug wüthend durch die gelbe Brandung ſchießen ſah, ſchloß ſie ihre Augen und betete, und wie ſie dieſelben wieder aufſchlug, ſah ſie das Boot ganz auf der Seite liegen und ein Dutzend Geſtalten in dem erbarmungsloſen Waſſer ringen.

Da ſtand ſie auf und rang die Hände.

Sie waren gerettet. Sie hörte das und begrub ihr Geſicht in ihre Hände und murmelte ein Gebet des Dankes.

Neben ihr ſtand Marſton, mit bloßem Kopfe und bloßen Füßen.

„O, Gott ſei gedankt“, ſagte ſie.

„Wir haben Ihnen einen böſen Schrecken eingejagt.“

„Ich habe mich fürchterlich geängſtigt. Aber Sie dürfen nicht ſo naß hier ſtehen bleiben. Bitte, kommen Sie in's Haus hinauf und laſſen Sie mich für Sie ſorgen.“

Sie verſchaffte ihm ein Paar Schuhe, und dann gingen ſie mit einander hinauf. Die Bußprozeſſion war ſchon vorangezogen, und es iſt ſonderbar, daß Marſton, der doch ein ſo lebhafter Geſellſchafter, bei dieſer Gelegenheit ein ungewöhnlich langweiliger war; denn während des ganzen Weges zum Wohnhauſe hinauf ſprach er kein Wort, und ſchied dann von ihr mit einer ſteifen kleinen Verbeugung.