„
—————
—
——
—————
—
——
—
5
der Familie geweſen zu ſein. Als unſer achter Heinrich ſeinen berühmten Zwiſt mit dem Biſchofe von Rom hatte, war, wie die Chronik erzählt, Sir Alured in etwa fünf
oder ſechs papiſtiſche Verſchwörungen verwickelt, die,
hätte der König genaue Kenntniß davon erhalten, unſerm Edelmanne durch eine äußerſt ſchleunige Hinrichtung das Garaus gemacht haben dürften. Indeſſen ſcheint ihn der König doch mit argwöhniſchen Blicken betrachtet und wol gewußt zu haben, weß' Geiſtes Kind er war; denn Sir Alured ſchreibt an ſeine Gemahlin, als er einmal bei Hofe geweſen:„Se. Majeſtät der König ſchenkte mir nur einen ſauren Blick und ſagte, der Krug gehe ſo lange zu Waſſer bis er endlich breche; worauf ich geantwortet: es käme nur darauf an, ob der Krug von Eiſen wäre oder von Thon, und der König wandte mir den Rücken und ging.“
Die Verwegenheit ſeines Geſchlechts muß ihm in vollſtem Maße zu Theil geworden ſein, daß er, unter der furchtbaren Laſt von Hochverrath, die auf ihm ruhte, am ſchrecklichen Heinrich noch ſeinen Witz zu üben wagte. Ich habe lange bei ihm verweilt; aber er beſaß ſo ziemlich alle Laſter und alle Tugenden ſeines Geſchlechts— eines Geſchlechts, wel⸗ ches immer großmüthig und tapfer war, ſich aber beſtändig von ſchlechten Rathgebern irre leiten ließ. Er war es, der Ravenshoe Houſe baute, wie es noch heute ſteht und den Schauplatz für einen großen Theil unſerer Erzählung bildet.
Ueber die Pulververſchwörung ſcheinen ſie ziemlich gut hinweggekommen zu ſein, obgleich ich in ihrem Schloſſe das Cabinet zeigen kann, worin einer der unbedeutenderen der Verſchwörer, ein gewiſſer Watſon, ſich nach jenem


