Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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kommen. Der Vater ſoll uns keine Vorſchriften ma⸗ chen, die wider die Natur der Frauen gehen. Hier lebe die Galanterie! Sie machen ſich ſogleich auf den Weg, Bartuſch, bei Strafe meiner Ungnade, und knüpfen die Verbindung auf feine diplomatiſche Art an! Lächeln Sie mir aber nicht etwa, wie's im Ham⸗ let heißt, als wollten Sie ſagen: Wir wiſſen recht gut, Sie ſind Prinz Egon, aber wir drücken die Au⸗ gen zu! Oder: Wir ſcheinen dumm und ſind klug! Wir wollen Sie nur nicht kennen! Verſtehen Sie? Nicht ſo! Will der Prinz ſich verborgen halten, ſo nehmen Sie ihn ernſt und heilig für Das, wofür er ſich ausgibt, und wär' es ein gewöhnlicher Kam⸗ merjäger, der hier oben auf dem Schloſſe nur die Ratten und Mäuſe verjagen will....

Wer weiß, ob Das nicht ſeine wahre Abſicht iſt! ſagte die Mutter, die ſich jetzt erſt ſammelte.

Nein, ich ſtifte Frieden zwiſchen den Häuſern Friedland Piccolomini! ſagte Melanie und drängte Baktuſch zur Thür hinaus, indem ſie ihm noch nachrief:

Halb zwei Uhr ſteht die Suppe auf dem Tiſch!

Bartuſch zögerte.

Melanie gab ihm kein Gehör mehr. Sie drückte gewaltſam hinter ihm die Thür zu.