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Guido Stromer..
Guido Stromer ſoll geſtern Nacht noch Veran⸗ laſſung zu einer häuslichen Scene gegeben haben. Ob Eiferſucht der Gattin, Verzweiflung über ſeine ſeit dem Tode der Fürſtin nicht mehr beſonders geſicherte Lage oder ob die Wirkung des Cham⸗ pagners—
Bei dieſen Vermuthungen klopfte es. Man wollte die Störung nicht, deshalb ſprang Melanie, ihr un⸗ geordnetes Haar zuſammenraffend und über die halb⸗ offene Bruſt zuſammenſchlagend, an die Thür des Zimmers, um zuzuriegeln. Doch war es nur ihr Mädchen Jeannette, die, ſchon zierlich geputzt, einen großen Blumenſtrauß in der Hand hielt. Das Ge⸗ ſchenk kam vom Pfarrer und war als Morgengruß für Fräulein Melanie Schlurck beſtimmt. Jeannette lächelte bei dieſer Meldung etwas maliciös.
Da ſieht man die Urſache des geſtrigen Zanks, bemerkte Bartuſch, als Jeannette auf ſpäter beſchieden wurde und ſich mit feiner Miene entfernt hatte; im Entzücken über den erlebten Abend wurde von ihm beſchloſſen, heute früh wieder ein Blumenbouquet hierherzuſenden, und dieſer Plan gab ohne Zweifel die Veranlaſſung zu einem Ausbruch längſt verhalte⸗ ner Gefühle.


