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gern Jahren gewiß ſehr ſchön geweſene Frau ſchien den alten Herrn auf ihn aufmerkſam zu machen. Ohne ſich aber dabei umzuwenden oder ein Zeichen
von Antheil an den geſprochenen Worten ſeiner Tiſch⸗
genoſſin zu geben, aß der Greis ruhig die Speiſen, die ihm von ihr vorgelegt und ſogar geſchnitten wur⸗ den. Statt aus einem Glaſe trank der Alte den Wein aus einem großen ſilbernen Becher; wie Sieg⸗ bert bemerkte, wol deshalb, weil er mit beiden Hän⸗ den ihn zum Munde führen mußte, ſo zitterten ſie. Bis die Mündung eines Glaſes zum dürſtenden Munde gekommen wäre, hätte ſie lange gewährt; der Be⸗ cher war leichter zu treffen. Die beiden Diener ver⸗ richteten ihr Geſchäft lautlos— Alles war ſtill— nur der Rabe grammelte und krächzte zwiſchen den Reden der freundlichen Dame.
Sehen Sie, wie die Welt iſt! ſagte in dieſem Augenblick wieder der Fremde, der hinter Siegbert ſtand.
Er mußte, während Siegbert die Blicke auf den Pavillon gerichtet hatte, von dem Hügel herabgekom⸗ men ſein.
Sehen Sie, wie die Welt iſt, ſagte er mit ſchnei⸗ dendem Spott. Geſetzt, der ſilberne Becher da, den der Alte da kaum an die Lippen bringen kann, käme plötzlich fort— Was geſchähe nun? Man würde


