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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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mäßige Verſtändigungen kamen erſt bei der Spannung

Ruf der Frage, die Guntram an Conſtanzen richtete, ob ſie Con⸗ denn wirklich da ihr ſelbſtangehörend das Kleid der und Demuth in dem Augenblick angelegt hätte, wo ſie jetzt

nur die Farben des Stolzes, die rauſchenden Gewän⸗

von der des Glückes tragen ſollte?

Conſtanze erwiederte: Wir haben im Frieden⸗

er be⸗ thal eine Hochzeit. Die Gräfin Ampfing ſtand im ungen weißen Kleide und dem Myrtenkranz in der Kirche des hwebt Krankenhauſes und empfing die Weihe des kirchlichen was Segens. Warum ſollt' ich da nicht ſagen:

echen, O laßt mich ſcheinen, bis ich werde,

Zieht mir das dunkle Kleid nicht aus

agen ich will es tragen bis ich ſeinen Zauber erprobt habe. Con⸗ Gewinn' ich den geliebten Freund zurück, ſo gönnt mir, dem Beiſpiele meiner Oberin zu folgen! Was nnit können wir dafür, daß wir in dieſem Berufe noch die g⸗ Fäden hinübernehmen dürfen, die uns ans Leben giſet binden? Ziehen die ſo mächtig zurück, wie das uls Wiederſehen eines Mannes, den wir lieben, wer kann ſi widerſtehen? Ich wollte Diakoniſſin werden, aber ni ich bleibe dann nur unter Euch, wenn ich die Reli⸗ nſi gion habe, daß ich unglücklich bin und bei den Leiden⸗

nx⸗ den die Kraft meiner Erhebung ſuche.