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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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Druck ſie ſtehen, als die Vorkommniſſe eines aller⸗ dings oft ſehr ernſten Dienſtes und ſo nehmen ſie in⸗ diſche und chineſiſche Genußſucht, einen muſelmänni⸗ ſchen Trieb nach Ruhe und Bequemlichkeit und alle Gewohnheiten eines Luxus an, den ſie ſo in Europa nicht fortſetzen können.

Gerhard Hartlaub hatte die füdliche Sonne nicht ſo auf ſich irken laſſen. In ſeiner erſten Jugend von ſeinem Vater, einem anſehnlichen Beamten, zum Studium der Rechte beſtimmt, hatte er wiſſenſchaft⸗ liche Beſchäftigungen liebgewonnen. Er ergriff den ſpäteren praktiſchen Beruf zur Oekonomie nach dem Tode ſeines Vaters nur deßhalb, um ſo ſchnell wie möglich Mittel zu gewinnen, der Mutter und Schwe⸗ ſter ſein Daſein nützlich zu machen. Ungern trennte er ſich von ſeinen Büchern, von den Plänen für eine wiſſenſchaftliche Zukunft. Als er ſpäter den Ueber⸗ redungen van der Buſch's Gehör gab und die Uniform anzog, erfüllte er wie ein Mann von angeborner Entſchiedenheit des Willens und furchtloſer muthiger Regung die Pflichten dieſes neuen Berufes zu allge⸗ meinſter Anerkennung, was ſeine Beförderung zum Major beſtätigte. Allein es war ihm nicht gegeben, die Sitten ſeiner Kameraden anzunehmen. Er behielt, wie