eine gewaltſame Endigung ſelbſt der äußerſten Pein des Lebens aufſtellt, immer aufs Neue kehrten die ſchwermüthigen Selbſtzerſtörungspläne des Oberſten wieder. Und als der Unglückliche, ein bejammerns⸗ werthes Opfer der Geheimniſſe unſerer Erxiſtenz, endlich entſeelt unter dem Palmendach auf den Matten der Altane vor dem jungen Krieger lag, mußte es dieſen ſelbſt befremden, wie gering ſein Erſtaunen war, wie gering ſein Schauder, ja wie erhöhend eine gewiſſe Troſtesſtimmung ihn überkam, daß da die tapfere Hand wie Ajax mit einem einzigen kühnen Streiche ſich unfähig gemacht hatte noch länger einer grauſamen Fügung unſeres Erdenſchickſals zum ohnmächtigen Spielball zu dienen.
Noch im Mondenlichte, an dem verlaſſenen, mit Büchern und Scripturen bedeckten Arbeitstiſche las Gerhard Hartlaub den Anfang eines langen„letzten Willens“, den van der Buſch nur für ihn allein aufgeſetzt hatte. Die einſame Lage des Landhauſes machte die Erfüllung gewiſſer Wünſche des Dahin⸗ gegangenen nicht unmöglich. Van der Buſch hatte mit ruhiger Feſtigkeit vom Leben Abſchied genommen, er beſchäftigte ſich in ſeinem letzten Willen nur
mit dem Glücke ſeiner fernen Geliebten. Er erzählte,


