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Die Diakonissin : ein Lebensbild / von Karl Gutzkow
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Hartlaub auch aus dem Schlaf erſchreckt, ſtanden hinter ihm, unfähig ein Wort zu reden. Schon heulten, vielleicht die Witterung des Blutes ſpürend, die wilden Wächter der Niederlaſſung, gewaltige Hunde an der Kette raſſelnd. Das Entſetzliche war geſchehen und wenn etwas den Unſtehenden die Be⸗ ſinnung wieder geben konnte, ſo war es die Gewiß⸗ heit eines längſt ſo geahnten Endes, die Beſtätigung einer vorausgeſehenen Befürchtung durch die nun beendeten Leiden des Oberſten. Sie waren drei Jahre hindurch namenlos geweſen.

Oberſt van der Biuſch litt(wir ſchildern Menſchendaſein, wie es iſt) an dem in Guinea, nicht ſelten aber auch in anderen tropiſchen Gegenden vor kommenden Goldwurm, einem im menſchlichen Kör per ſich einniſtenden und flechtenartig um ſich grei⸗ fenden Inſecte, deſſen Ei ſich vielleicht im Schlaf oder ſonſt zufällig in der menſchlichen Hautoberfläche ablagert, erſt unmerklich ſich entwickelt, dann polh⸗ penartig um ſich greift, die edelſten Theile umſchlingt, das innerſte Leben des Menſchen aufſaugt, ihn mit brennenden Schmerzen peinigt und erſt mit dem Tode ſeines Wohnſitzes ſtirbt..... Wenden wir uns von einer Schilderung dieſes Leidens ab.