Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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ſodaß ſich dieſer von Mucia ſcheidet, ſo iſt das ein Verhältniß, das wohl auf die ſittliche Fäulniß, von der Rom damals ſchon angefreſſen war, ein grelles Licht wirft, das ſich aber natürlich einer poetiſchen Behandlung entzieht. Dieſe Liaiſon wie ſo manches Andere ſagt doch Stahr in ſeinerKleopatra, daß Cäfar mit dem Gedanken umging, ſich ein Senats⸗ privilegium zu erwirken, das ihm geſtatten ſollte, meh⸗ rere Frauen gleichzeitig heirathen zu dürfen(angeblich, damit er ſicherer männliche Leibeserben erhielte) be⸗ weiſt nur, welch ein Don Juan Cäſar war.

In dieſer Beziehung gibt ihm nun Napoleon, we⸗ nigſtens was ſein Jugendleben anlangt, wenig nach, wenn ihn auch das Alter geſetzter und ſolider gemacht hat, ſodaß der Frieden ſeines Ehelebens durch keine an die Sturm und Drangperiode der Jugend erinnernde Kleopatraperiode getrübt wird. Freilich iſt auch das Temperament Eugeniens von Montijo ein ganz anderes als das der ſanften Calpurnia, welche duldete und weinte, während die blendende Aegyptierin ihren Ge⸗ mahl umgarnte.

Hätte Calpurnia nur etwas von dem Feuergeiſte Eugeniens gehabt, ſo wäre ſie ſicherlich, um gegen ihren Gemahl und Kleopatra zu demonſtriren, im Winter nach Schottland gegangen, wenn Schottland den Rö⸗

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