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derung der Sachwalter und Kläger, unter dieſe Zeugen und ſprach:„Richter, von dieſem Beklagten weiß ich zwar nicht, wer er iſt, wie ſein Lebenswandel beſchaffen, ob er mit Recht oder Unrecht jetzt angeklagt iſt. Nur das weiß ich, daß, als er mir einſt auf der Laurenti⸗ niſchen Straße in einem engen Paſſe begegnete, er vor mir vom Roſſe abzuſteigen ſich weigerte. Ob dies Eurer Betrachtung würdig ſei, überlaſſe ich Eurem eigenen Ermeſſen. Ich habe es wenigſtens nicht ver⸗ ſchweigen wollen.“
Das Manöver verfing und das Geld wirkte.
Cäſar wurde Pontifer Maximus und hatte als ſolcher darüber zu wachen, daß weder Senat noch Volk etwas den Göttern Mißfälliges beſchlöſſen, und jede öffentliche Einrichtung bedurfte ſeiner Zuſtimmung.
Er hatte die Zügel, mit welchen der Staatswagen gelenkt wurde, in der Hand.*)
*) Am Wahltage, als die Stunde der Entſcheidung ſich nahte, als Cäſar ſich anſchickte, auf das Marsfeld zu gehen, als die liebe⸗ volle Mutter ihn bis zur Hausthür begleitete und ihm mit Thrä⸗ nen im Auge guten Erfolg wünſchte, erſt da wandelte Cäſar ein Schauer der Ungewißheit an, und indem er in ſeinem Geiſte auf der einen Seite die ungeheure Größe der aufgehäuften Schulden, auf der andern die furchtbare Macht ſeiner Widerſacher erwog, ſagte er, ſeine Mutter Aurelia raſch umarmend:„Mutter, Du ſiehſt Deinen Sohn als Pontifex oder nie wieder!“


