Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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mir den erſten Augur Attius Navius, der dem Tarqui⸗ nius mit ſeinen Zeichen und Wundern ſo imponirend entgegentrat, daß der König von ſeinen Neuerungen ablaſſen mußte, zum Vorbild genommen. Niemand kam mir gleich, wenn es galt, den Willen der Götter zu verdolmetſchen, auf dem capitoliniſchen Berge den rechten Standpunkt einzunehmen, den Himmel bis zum Pomörium hin in Felder einzutheilen, über die gute oder ſchlimme, ein Unternehmen billigende oder miß⸗ billigende Bedeutung der göttlichen Zeichen zu entſchei⸗ den, Prieſter⸗, Aecker⸗ Tempel⸗ oder Gärtenweihen vor⸗ zunehmen, Tempel zu entſühnen und bei drohenden Erſcheinungen den Zorn der Götter zu verſöhnen. Ich glaube, ich habe ſelbſt Blitze beſchworen und Ver⸗ fluchungen vorgenommen. Es iſt Dein Glück, Catilina, daß Du nicht auch Augur warſt, ſonſt müßte ich Dir bei der Erinnerung an Alles, was ich als Augur vor⸗ nahm, ins Geſicht lachen.“

„Du erinnerſt Dich des Sprichworts, daß ſich zwei Augurn nicht anſehen dürfen, ohne zu lachen“ be⸗ merkte Catilina.

Cäſar nickte mit dem Kopf und ſagte:

„Es gab bei Opfern, Gebeten und Proceſſionen keinen pflichteifrigern Augur als mich. Das geringſte Verſehen, die unbedeutendſte Auslaſſung beim Vortrag

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