Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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wo ein ewiger Frühling herrſcht. Warum willſt Du Dich auch in die Einſamkeit Deines Landhauſes bei Antium begraben? Bajä mit ſeinem regen Leben und ſeinen tauſendfachen Zerſtreuungen würde Dir gewiß beſſer bekommen. Willſt Du nicht nach Bajä ſtatt nach Antium?

Nein, mein Geliebter, entgegnete Cornelia mit leiſer Stimme, indem ſie Cäſar mit einem zärtlichen Blicke feſthielt.Bajä iſt zu weit von Rom entfernt, in Antium wirſt Du mich doch zuweilen beſuchen kön⸗ nen. Ich weiß, Dein Ehrgeiz feſſelt Dich an Rom, aber zuweilen wirſt Du doch an Cornelia denken, wirſt den Ehrgeiz mit dem Staube der Stadt abſchütteln und ich werde Dich ſehen.

Ich wäre auch nach Bajä gekommen, verſicherte Cäſar.

Das wollte ich gar nicht flüſterte Cornelia in ſcherzendem Tone.Bajä iſt ein gar zu gefährlicher Ort. Ich aber will Dich für mich allein haben, will meinen Gemahl nicht mit den Courtiſanen Bajäs thei⸗ len. Wie mancher Ehemann trug in Bajä eine Herzens⸗ wunde davon, wie manches zärtliche Verhältniß, das unſerm glich, ſcheiterte in Bajä, weil der Mann in die Hände einer Helena fiel! Weißt Du, Cäſar, was der Dichter von Bajä ſingt? Einſt, ſagt er, war das