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Er hatte ſich einmal vermeſſen, eine Königstochter heirathen zu wollen, und Cäſar war zuerſt inſofern hindernd dazwiſchen getreten, als er die eigentliche Königstochter ſeiner Gewalt entzog.
Denn in den Tagen ſeiner ſchmählichen Gefangen⸗ ſchaft in Bithynien war ihm der ganze Zuſammenhang klar geworden, er hatte erkannt, daß er ſtatt der Königs⸗ tochter eine Sklavin gefreit.
Wäre Myrſa aber damals in ſeinen Händen ge⸗ blieben, ſo hätte ſich der Irrthum doch endlich auf⸗ geklärt und er hätte die Königstochter freien können.
Cäſar war an allem Uebel ſchuld, das ihm zu⸗ geſtoßen, an ſeiner Gefangennehmung und beiſpiel⸗ loſen Demüthigung, wie daran, daß ihm Myrſa ent⸗ ſchlüpfte.
Cäſar aber, den er begreiflicherweiſe über Alles haßte, empfindlich zu treffen, bot ihm die gegenwärtige Sachlage die beſte Gelegenheit; wußte er doch, daß Cäſar daheim eine Gemahlin hatte, der es nicht an⸗ genehm ſein könnte, von den Beziehungen zu erfahren, die zwiſchen Cäſar und Urbilia beſtanden hatten und die im Uebrigen ein ſo offenkundiges Geheimniß waren, daß man ſich davon ſelbſt in von Rom entlegenen Gegenden, wie in Bithynien und Kappadocien, als von etwas Allbekanntem erzählte.
Lucian Herbert, Bis zum Rubicon. II. 10


