Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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eine Scheinbewegung gegen Päſtum weſtwärts zu locken und uns dann, während er uns auf dem Marſche nach Lucanien glaubt, mit aller Schnelligkeit über Luceria nach dem Lande der Picener zu werfen und ſo Arimi⸗ num und Gaollien zu gewinnen. Ich fürchte nur den Kappadocier und ſeinen Anhang. Meine Soldaten hören mehr auf ihn als auf mich; es war keine gute Stunde, in welcher er ins Lager kam, ſo tapfer er ſonſt auch iſt.

Spartacus winkte dem Parther, ihm in die Ver⸗ ſammlung der Offiziere zu folgen, in welcher über die nächſten Operationen Beſchluß gefaßt werden ſollte.

Spartacus hatte ſich nicht getäuſcht, der Kappa⸗ docier war zur Stelle und der Kriegsrath empfing den bisher ſiegreichen Feldherrn mit einem Schweigen, das nichts Gutes ankündigte.

Auch als er ſeinen Plan entwickelte, das Heer des Craſſus und Rom zu nmgehen und ſich gegen Gallien zu wenden, löſte ſich dieſes unheimliche Schweigen nicht, bis der Kappadocier unter dem beifälligen Ge⸗ murmel der Unterbefehlshaber das Wort nahm und ſagte:

Alle Ehrfurcht vor Deinem Urtheil und Deiner Kriegserfahrenheit, Spartacus, aber Du täuſcheſt Dich, wenn Du glaubſt, Deine Soldaten ſeien von dem