Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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Dedipus zum Helden hatte und von ihm während ſei⸗ ner Gefangenſchaft verfaßt worden war, die nun ſchon vierzehn Tage dauerte und ihm weit langweiliger vor⸗ gekommen wäre, wenn er nicht zuweilen in Myrſa's wundervolle blaue Augen hätte blicken können.

Wer konnte es ihm verargen, wenn er, wo ihm zwei ſo ſchöne Augen in nächſter Nähe glänzten, nur ſelten an ſeine Gemahlin Cornelia und an ſeine Ge⸗ liebte Urbilia dachte?

Je wilder und ungeſchlachter die Barbaren waren, in deren Gewalt er ſich befand, einen deſto wohlthäti⸗ gern Eindruck mußte das ſanfte, einnehmende Weſen Myrſa's auf ihn machen, die das, was er an ihr ge⸗ than, ſowie die tauſend Aufmerkſamkeiten, in denen er ſich täglich gegen ſie erſchöpfte, durch zarte Dankbar⸗ keit vergalt, in deren Kundgebungen das Wohlgefallen, das ſie an ihrem ſchönen und ritterlichen Retter em⸗ pfand, bald genug bemerkbar hervortrat.

Während Cäſar die Königstochter durch den melo⸗ diſchen Vortrag ſeiner Verſe zu ergötzen ſuchte, hatten ſich einige von den Leuten des Kappadociers um ihn geſammelt und lauſchten mit Aufmerkſamkeit dem Fluſſe ſeiner Rede.

Sie verſtanden nicht viel von dem, was er ſagte, aber die einſchmeichelnde Art ſeines Vortrags gefiel ihnen un⸗ willkürlich.

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