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„Deine Braut gefällt mir, guter Freund, würdeſt Du ſie mir wohl abtreten?“
Der Pirat maß den jungen Mann, der ihm einen ſo ſonderbaren Antrag ſtellte, vom Kopfe bis zu den Füßen; Zorn und Lachluſt kämpften bei ihm um die Oberhand und die letztere ſiegte.
„Du wärſt kein Thor!“ brummte er lachend.
„Bedenke, daß es der Mädchen genug gibt!“ nahm Cäſar wieder das Wort.„Seltener aber als Mädchen ſind Beutel mit Seſterzien. Ich biete Dir ein Häuf⸗ lein ſolcher Beutel für Deine Braut!“
Der Pirat ſah nun um Vieles ernſter aus als früher.
Der Antrag des jungen Mannes kam ihm nicht mehr ſo komiſch vor.
Während er nachdenklich vor ſich hinſah, fuhr Cäſar fort, ihn zu haranguiren.
„Bedenke, guter Freund“ ſagte er,„daß der Glücks⸗ rauſch, den uns Frauen bereiten, ein kurzer und vor⸗ übergehender zu ſein pflegt. Dauernd aber blinkt das Gold, und der Genuß, den es uns gewährt, iſt ein reeller. Du wirſt nicht ewig bleiben wollen, was Du biſt, Tage werden kommen, wo es Dir lieblicher ſcheinen wird, in Ruhe auf feſtem Lande zu leben, als ewig auf dem Meere in der Gefahr zu ſchweben, gefangen und gekreuzigt zu werden.“


