Teil eines Werkes 
2. Bd. (1867)
Entstehung
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gen zierten, welche die kunſtvollſte Arbeit zur Schau trugen.

Ueber dem Ruhebette, über welches Palmenbäume ihre großen Blätter fächerartig ſpannten, war eine Art Thron aufgerichtet, auf welchem im abenteuer⸗ lichſten Gewande, eine Muſterkarte von Purpur, Sammt und Seide aller Farben, der Kappadocier ſaß.

Negermädchen führten vor dem Brautpaare Tänze auf und drehten ſich in den bunteſten Verſchlingungen, bald allein, bald unter Beihülfe der Piraten, welche die Tänze mit Geſängen begleiteten.

Nicht weit von dem Throne, auf welchem der Kap⸗ padocier ſaß, waren von ſchneeweißem libyſchem Stoffe ſechs kleine Zelte aufgerichtet, in deren jedem ein Ruhebett ſtand, das mit gold⸗ und purpurdurchwirkten Stoffen ausgeſchlagen war.

Die Pracht der Einrichtung konnte ſich wohl mit jener des Pavillons nicht meſſen, in welchem die Braut des Kappadociers lag, aber es herrſchte auch hier noch großer Luxus, nur daß die farbenreichen Felle der ſeltenen wilden Thiere fehlten, welche der Abtheilung, die ſich der Kappadocier vorbehalten, ein ſo originelles, lebensvolles und ſaftiges Colorit verliehen.

Die Mädchen, welche in koſtbarer Gewandung auf dieſen Ruhebetten lagen, waren nicht weniger ſchön