Druckschrift 
Lorbeer und Myrte / von Julius Grosse
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ete ten

1 an⸗ net⸗ Ber⸗ tein nne ier

chte eine nen

5

den buſchigen eisgrauen Brauen lagen ein paar große Augen von unbeſtimmter Farbe, bald von ſeltener Herzensgüte, bald von ſtechendem Hohn belebt. Daſ⸗ ſelbe Widerſpiel zeigte ſich im Klang der Stimme; doch war der Eindruck des alten Herrn im Ganzen ein herzgewinnender, captivirender, namentlich auf jün⸗ gere Leute. Sein Coſtüm, graues Sommerzeug mit einem rothen Bändchen im Knopfloch, zeugte von Ele⸗ ganz und zugleich von Nachläſſigkeit. Ergänzt wurde dies Bild eines greiſen Cavaliers durch hellfarbige Ga⸗ maſchen, einen breitkrempigen Strohhut und eine ſchwarzſeidene geſteppte Weſte nebſt funkelnder Uhr⸗ kette von Stahl. Dazu eine etwas ſteife Haltung, ſo⸗ daß man dieſen alten Gargon wohl hätte für einen ausgedienten Militär halten können.

In allen Stücken ſein Widerſpiel war der junge Mann, welcher ihm gegenüber ſaß. Sein ſchlanker Wuchs ward durch den dunklen Sammtrock noch mehr gehoben. Dazu der graue Filzhut, die große Mappe, die elegante Reiſetaſche und der große leinene Schirm, Alles ließ ſofort eher den Künſtler als den bloßen Touriſten vermuthen. Im Uebrigen war er ein hüb⸗ ſcher Junge, und der etwas timide Ausdruck ſeiner blaſ⸗ ſen Züge, das geſenkte Auge und das ſeltſam ſcheue Weſen ſeines Benehmens gaben ihm einen mädchen⸗