Euch einnander, ſeid glücklich, und wenn Ihr an mich denkt, ſo haltet die letzten Jahre nur für einen Auf⸗ ſchub, für einen böſen Traum, für einen Irrthum, der Euch ſo lange Zeit auseinander gehalten hat.
Ich weiß wohl, wie es ſonſt in der Welt zugeht und was möglich iſt unter den Menſchen. Man lebt neben einander hin, man erträgt auch das Aergſte und gewöhnt ſich an unnatürliche Zuſtände. Vielleicht wäre auch eine Doppelehe mit beiden Schweſtern vor den Augen der Welt verſchleiert geblieben. Vie⸗ les iſt möglich im Leben und auch das Ungewöhn⸗ liche kann Wirklichkeit werden, wenn man Geduld hat, ſich damit abzufinden in bequemer Form und Klugheit genug beſitzt, das zu verbergen, was die Welt nicht begreifen würde. Euch möchte ich dieſe Lüge vor der Welt nicht zumuthen, noch aufzwingen.
Indem ich ſcheide und Du Philomena vor den Altar führſt, wird Deine Ehe wieder rein, Dein Glück wieder ehrlich und heilig.
Damit Dir die letzten Zweifel ſchwinden, ſo wiſſe, daß ich mit dem Pfarrer geredet habe, ſchon vor mehreren Tagen, und daß er meinen Entſchluß als den allein richtigen und nach dem Vorgefallenen ſogar nothwendigen gebilligt hat.
Fürchtet nicht, daß ich einen übereilten Schritt


