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und ſank dann auf einen Stuhl, ihr Geſicht mit den Händen bedeckend, als wolle ſie das Entſetzliche nicht ſehen, was ſie jetzt hören würde.
Endlich vermochte es Carlman, den Brief zu ent⸗ falten und zu leſen. Die Züge waren feſt und ener⸗ giſch und der Inhalt ſelbſt offenbar nicht in der Eile hin⸗ geworfen und nicht vom Augenblick eingegeben, ſondern ſeit lange vorbereitet und wohl überlegt. Vielleicht war es der Brief, über deſſen Schreiben Carlman ſie ſchon vorher überraſcht hatte, als er mit dem Arzte ge⸗ kommen war. Jetzt fiel es ihm ein, daß ſie ihre Schrei⸗ berei haſtig beiſeite geräumt und verſchloſſen hatte.
„Lieber Carlman“, begann der Brief,„erſchrick nicht; wenn Du dieſe Zeilen lieſeſt, habe ich das Band gelöſt auf immer, welches mir ſo ſchöne glück⸗ liche Jahre gebracht, Deine Erwartungen aber nicht erfüllt hat. Ich hatte geglaubt, recht zu thun, indem ich Deinen höchſten Lieblingswunſch auf andere Weiſe zu erfüllen ſuchte, und wenn ich etwas Unerhörtes und Außerordentliches gewagt habe, ſo tröſtete mich der Gedanke, daß der glückliche Ausgang für mich ſprechen, mich vielleicht noch beſſer vertheidigen würde als jene Erzählung des alten Teſtamentes. Heute ſehe ich ein, daß ich ein Verbrechen beging, indem ich Dich und Philomena täuſchte. Nun muß ich die gerechte Strafe


