Teil eines Werkes 
2. Band (1873) Die neue Hagar / von Julius Grosse
Entstehung
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viel zu erzählen, andere fanden ſich dazu ein, und ſo kam es, daß ſich bei hereinbrechendem Winter eine ſehr unterhaltende Wirthshausgeſellſchaft etablirte, welcher Carlman faſt alle ſeine Abende widmete.

Kam er mittags in die Wohnung, ſo ſtellte er ſich an die Wiege oder nahm den Kleinen auf den Arm und trug ihn herum, bis das Eſſen auf dem Tiſch ſtand.

Dann beendete er raſch ſeine Mahlzeit, ohne viel dabei zu ſprechen, und empfahl ſich wieder.

Erna ſchien nicht mehr für ihn da zu ſein, ſelbſt alle ihre Aufmerkſamkeiten ſchien er nicht zu bemerken.

Daß ſie ſein Zimmer mit ſchönen weißen und netten Vorhängen geziert und den Boden mit neuen Teppichen belegt hatte, daß ſie eine ausgewählte Küche führte und ſeinen Geſchmack beſonders ſtudirte, daß ſie ſelbſt höchſt ſorgfältig Toilette machte und ſich wie⸗ der jugendlich trug— eine Blumencviffure im Haar oder eine Schleife am Buſen— er ſchien für alle dieſe Veränderungen nicht den mindeſten Sinn zu haben. Wagte ſie wie ſonſt vor Jahren eine zärtliche Annähe⸗ rung, ſei es, daß ſie ſich neben ihn auf das Sopha ſetzte oder ſich auf ſeine Schultern ſtützte oder die Arme um ſeinen Nacken ſchlang und den Kopf an ſeiner Bruſt ruhen ließ, ſo duldete er es ruhig, ohne dieſe Begeg⸗