mena's konnte man gegen den blaſſeren Teint der Schweſter auf die Reiſe in friſcher Winterluft ſchieben. „Nun ſage mir um des Himmels willen, Erna, was gibt es denn eigentlich zwiſchen Euch?“ begann endlich Philomena.„Du ſchreibſt ſo herzbrechend, daß ich meinte, es müſſe Dir ein Unfall zugeſtoßen ſein, oder Carlman behandle Dich ſchlecht. Ich finde aber“, fuhr ſie fort, als Erna auf dieſe Frage ſchwieg, „ich finde, Ihr lebt ganz glücklich, und Carlman iſt ganz der Alte geblieben, wie wir ihn draußen in Rehlingen kannten.“
„O Carlman iſt gut“, ſagte Erna mit Eifer,„er iſt thätig und unermüdlich, er gönnt ſich keine Ruhe, keine Erholung, keine Zerſtreuung. Er ſieht mir Alles an den Augen ab und trägt mich auf den Händen, und dennoch—“
„Und dennoch?“ fragte Philomena, als die Schwe⸗ ſter ſtockte.„Mutter meinte, Du hätteſt vielleicht end⸗ lich gewiſſe Erwartungen, und ich könnte Dir beiſtehen und die Laſt des Hausweſens wenigſtens erleichtern. Deshalb trieb ſie mich zur Reiſe, ſonſt wäre ich wahr⸗ ſcheinlich nicht gekommen.“
„O, das iſt's ja eben!“ rief Erna und brach plötz⸗
lich in Thränen aus. Stürmiſch umarmte ſie dann ihre Schweſter.
lihe
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