Teil eines Werkes 
2. Band (1873) Die neue Hagar / von Julius Grosse
Entstehung
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Alſo willkommen, tauſendmal willkommen! rief Carl⸗ man und zog das junge Mädchen an ſich, um ihr den üblichen und unter ſo nahen Verwandten rechtsgültigen Willkommskuß zu geben. Philomena aber drehte ihr Antlitz ab, ſodaß ſeine Lippen kaum ihre Wangen berührten, die noch tiefer erglühten.

In demſelben Augenblick kam die alte Gertrud mit der Suppenſchüſſel herein.

Man nahm Platz, und Erna legte vor.

Carlman war über Tiſche von einer ſeltenen Ge⸗ ſchäftigkeit und Beweglichkeit, beſonders von zärtlicher Aufmerkſamkeit Philomena gegenüber, die jedoch ſeinen Blicken auswich und ihn nur verſtohlen betrachtete; am ungehindertſten beobachtete ſie ihn, wenn er mit Erna ſprach, die heute ganz ausgelaſſen ſchien, obgleich eben dieſe Munterkeit und Lebhaftigkeit ſonſt nicht in ihrem Charakter lag. Philomena ſtutzte zwar anfangs, gab ſich dann aber dem Glauben hin, daß Erna während der langen Zeit, ſeit ſie ſich nicht wiedergeſehen hatten, ihr Weſen verändert haben könne, und ſie mußte ſich geſtehen, daß dieſe Aenderung nur zu ihrem Vortheil ausgefallen ſei.

Seht, das iſt mir doch das Liebſte, was mir ſeit langer Zeit paſſirt iſt, ſagte Carlman.Gib Acht, mein Schatz, nun ſoll bald neues Leben in unſere ſtille