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Erna hatte ihre Arme um den Gatten geſchlun⸗ gen, ihre Augen waren zu Boden geſchlagen, als ſie ſagte:
„Ich weiß, Du möchteſt auch ſo glücklich ſein. Du biſt die lange Zeit her immer verſchloſſen und ſtill, als verſchwiegeſt Du mir einen großen Schmerz. Seit heute weiß ich ihn nnd kenne den Grund Deines Kummers, Deiner Schwermuth. Ich bin ſchuld daran, ja ich al⸗ lein, ich allein, Carlman.“ Und ihre Stimme ver⸗ ſchleierte ſich dabei wie beim Weinen, aber nicht bei jenem, welches ſichtbare Thränen weint. Es gibt auch Thränen, die nach innen geweint werden.
„Rede nicht gottlos, Erna“, ſagte Carlman, in⸗ dem er die Gattin küßte„ſolcher Segen ſteht in Got⸗ tes Hand.“
„Aber wenn er Dir beſchieden wäre, würdeſt Du erſt vollkommen glücklich ſein“, ſagte Erna, indem ſie ſich aus ſeinen Armen losmachte.„O ich weiß es ſeit Jah⸗ ren, ich bin Dein Unglück geweſen und bin es noch!“
„Erna!“ rief der Mann faſt mit flehendem Tone, „weiß der Himmel, ich wollte Dir nicht wehe thun, und Du kannſt nicht ſagen, daß ich Dir jemals Vor⸗ würfe gemacht hätte. Uebrigens da Du ſelber dieſe Sache berührt haſt, will ich Dir ſagen, was ich mir aus⸗ gedacht habe. Es iſt mir heute während des Gottes⸗


