Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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alles das um des ruſſiſchen Kaiſers willen, den ich in meinem Leben nicht geſehen habe. Seit acht Tagen haben wir jede Spur verloren und tappen vollſtändig im Nebel herum.

Laß ſehen, ſagte ich,vielleicht kann ich Dich auf die rechte Fährte bringen. Wie durch eine höhere Fügung mußteſt Du gerade am heutigen Tage zu mir kommen. Wenn jener Clovis wirklich eine und dieſelbe Perſon mit Anatol Korſakoff, ſo iſt meine Ueberzeugung,

daß er nirgends anderswo iſt als in Wiesbaden und

daß jenes Telegramm, welches den Grafen Fedor ab⸗ berufen, in irgend einer Weiſe mit dem Wiederer⸗ ſcheinen dieſes Patrons in Verbindung ſteht.

Das wäre mir wirklich eine große Wohlthat, ſagte Sandor; ich bin faſt verzweifelt, zum Ende zu kommen.

Nun, in zwei Tagen kannſt Du Gewißheit haben. Am beſten allerdings wäre es, wenn Du auf der Stelle nach Wiesbaden gingeſt. Vielleicht gelingt es Euch, den Patron dort zu erwiſchen, denn meine Ueberzeugung iſt, daß er ſich dort befindet, ſei es, um zu ſpielen oder um Erpreſſungen zu machen. Könnteſt Du das Werkzeug ſein, daß ihm das Handwerk gelegt wird, ſo befreiſt Du damit zugleich zwei treffliche Menſchen von einem ſchweren Verhängniß.