Teil eines Werkes 
1. Band (1873) Graziana / von Julius Grosse
Entstehung
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wenn der Ausdruck uicht mißverſtanden wird, den Typus einer Romanfigur, noch mehr eines ſoge⸗ nannten Helden. Ich meine damit das Müde, Er⸗ ſchöpfte und Verbrauchte eines Schauſpielers, welcher ſeinen König Lear gut geſpielt hat und abgeſpannt nach Hauſe kommt, oder, um mit einem paſſenderen Gleichniß zu reden: Graf Fedor erinnerte mich an den Koſakenhetmann Mazeppa, der auf ein wildes Pferd gebunden und von Wölfen verfolgt wurde.

Und wenn im Epos ein Odyſſeus ſeine wunder⸗ baren Erlebniſſe ſelbſt erzählt, was ich immer für die größte Kunſt Homer's gehalten habe, weil nur ſo das Un glaublichſte und Abenteuerlichſte den Stempel ergrei⸗ fender Wahrheit erhält, warum ſollten die Erlebniſſe eines ruſſiſchen Grafen weniger glaubwürdig ſein, weil ſie in der modernen Welt ſpielen und wohl leicht con⸗ trolirt werden konnten?

Ich war vorläufig auf nichts Außerordentliches gefaßt, aber ich hatte den guten Willen, ihm Alles zu glauben, was er mir erzählen würde; denn glaub⸗ würdig ſah Graf Fedor aus.

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